| Übersicht | ||
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FNP 09.02.10 | Bücherei braucht mehr Personal |
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FR 19.01.10 | Gürtel sitzt zu eng |
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FR 13.11.09 | Eine Erfolgsgeschichte |
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FNP 13.11.09 | Als die Bockenheimer ihre Bücherei retteten |
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FNP 10.11.07 | Seeräuber heben Schatz von Käpt′n Brook |
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FAZ 21.07.07 | Heldin der Arbeit: Bibliotheken-Retterin |
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FR 27.06.07 | Demokratisches Lesen |
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FR 04.06.07 | Sechs Wege gegen Gewalt |
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FR 15.05.07 | Bibliothek mit Charme |
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FW 15.03.06 | Projekt in der BockenheimBibliothek stellt Ergebnisse vor |
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FNP 24.02.06 | Wie Kinder ihr eigenes Buch schreiben |
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FNP 04.07.05 | Bücherei startet Sprach-Projekt |
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FR 03.04.05 | Steigende Besucherzahlen in der Bücherei |
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FR 03.11.04 | Lese-Zeichen und Stadt sind stolz auf Bibliothek |
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FW Nov. 04 | Wiedereröffnung der Bockenheimer Stadtbücherei |
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FNP 03.11.04 | Willkommen in der neuen Bücherei |
| Presseartikel |
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| Bücherei braucht mehr Personal | |
| (Frankfurter Neue Presse, Freitag 09.02.2010, Link zur Frankfurter Neuen Presse) | |
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| Als die Bockenheimer ihre Bücherei retteten | |
| Ein guter Grund zum Feiern: Seit fünf Jahren existiert die Kooperation zwischen Stadtteilbibliothek und Förderverein | |
| [FNP 13.11.09] Todgesagte leben länger: 2003 wurde die Bockenheimer Stadtteilbibliothek geschlossen. Doch bereits ein Jahr später stand sie wieder auf: Dank einer Kooperation zwischen Stadtbücherei und Förderverein. Jetzt feiert sie ihren fünften Geburtstag. | |
| Bockenheim. Die Stadt hatte sie schon für überflüssig erklärt, allerdings nicht mit den Protesten der Bockenheimer gerechnet, die die Schließung der Stadtteilbücherei 2003 hervor gerufen hatte. Seitdem wird Bockenheims Lesehunger über ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Stadtteilbücherei und dem Förderverein Lese-Zeichen gestillt. Nun feierte die Bockenheim-Bibliothek ihr Jubiläum Bürgermeisterin Jutta Ebeling und Kabarettist Michael Quast. | |
| Heute ist die Bibliothek nicht mehr aus Bockenheim wegzudenken. Gut 33 000 Besucher liehen im vergangenen Jahr rund 40 000 Medien in der Kurfürstenstraße aus. Macht 66 Ausleihen pro geöffneter Stunde. Die Stadt lag also falsch in ihrem Entschluss, die Bücherei im Zuge ihres Sanierungskonzeptes 6164 neben drei weiteren Bibliotheken zu schließen, um damit Geld zu sparen. Für den Förderverein und die Stadtteilbücherei ist das bislang Erreichte jedoch nur ein Etappenziel. Oder «eine gute Zwischenlösung», wie es Annette Driessen vom Förderverein Lese-Zeichen ausdrückt. «Auf Dauer ist dies nicht tragfähig. Unser Gesamtetat geht größtenteils für den Umbau und die Ausstattung drauf», so Driessen. Jährlich stehen der Bibliothek ein Medienetat von rund 11 000 Euro zur Verfügung. | |
| Der Erfolg der Bockenheim-Bibliothek zeigt sich auch an einem Hochkaräter, den die Einrichtung für ihren fünften Geburtstag gewinnen konnte. Kabarettist, Schauspieler und Regisseur Michael Quast las und spielte eine Stunde lang Gedichte und Geschichten des Frankfurter Mundartdichters Friedrich Stoltze. | |
| Am Samstag, 14. November, feiert die Bibliothek in der Kurfürstenstraße 18 ab 14 Uhr ihren Geburtstag mit einem Familienprogramm mit Tombola, Literatur-Quiz, Theater und Feuerspektakel. Bei Fragen wenden sich Interessierte bitte an die Stadtbücherei Frankfurt unter der Rufnummer 2 12–3 81 70. Geöffnet hat die Bockenheim-Bibliothek dienstags von 13 bis 19 Uhr sowie mittwochs und freitags von 14 bis 18 Uhr. Auch Gruppenbesuche sind nach Voranmeldung möglich. | |
| (Frankfurter Neue Presse, Freitag 13.11.2009, bki, Link zur Frankfurter Neuen Presse) | |
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| Seeräuber heben Schatz von Käpt′n Brook | |
| (Frankfurter Neue Presse, Freitag 09.11.2007, Link zur Frankfurter Neuen Presse) | |
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| Kinder machen Bücher |
| Projekt in der BockenheimBibliothek stellte Ergebnisse vor |
Foto: rechts außen Anne Driessen (Förderverein Lesezeichen) mit den teilnehmenden Kindern Max Schramm, Vincent Weber, Felix Gerbaldo, Leo Zabudkin, Nick Gietinger, Mihriban Güney, Sophia Oppermann, Can Pack und der Betreuerin Glery Cruz-deKock Foto: mm |
| (Frankfurter Woche, Nr 11/2006, Link zur Frankfurter Woche) |
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| Wie Kinder ihr eigenes Buch schreiben |
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[FNP 24.02.06] Bockenheim. Beinahe ist es fertig, Sophias erstes, selbst geschriebenes und gefertigtes Buch. Vor zehn Wochen hat die achtjährige Grundschülerin aus Bockenheim eine kleine Geschichte aufgeschrieben, nach und nach in Lettern gesetzt und schließlich mit einer Bügelpresse gedruckt. So wie sie hatten neun Kinder zwischen sieben und zehn Jahren in der Stadtteilbücherei Gelegenheit, ein eigenes Buch zu drucken. Gestern nun präsentierten die jungen Buchmacher ihr fertiges Werk namens «Freunde». Darin haben die Grundschüler aufgeschrieben, was sie gemeinsam mit ihren Freunden erlebt haben - Abenteuer und Spaß, aber auch kleine Streitereien sind Thema der jeweils zwischen fünf und zehn Zeilen langen Geschichten. Betreut und organisiert wurde das Projekt vom Förderverein Lese-Zeichen aus Bockenheim. «Die Kinder konnte einmal in die Rolle eines Autors, Illustrators und Buchbinders schlüpfen», sagt Anne Driessen vom Förderverein, die zusammen mit Glery Cruz de Koch die Kinder unterstützt hat. «Nachdem sie ihre Geschichten aufgeschrieben hatten, mussten diese gekürzt und dann mit den kleinen Zinnlettern gesetzt werden.» Aber auch die Bilder hätten die jungen Künstler selbst auf Pappe gemalt und dann im Fadendruck vervielfältigt. «So haben sie den gesamten Entstehungsprozess eines Buches kennen gelernt», erläutert Frau Driessen. Während die Schüler gewohnt waren, ihre Texte mit einem Computer auszudrucken, hätten sie nun erfahren, wie viel Arbeit in der Erstellung eines kompletten Buches stecke. «Gerade der handwerkliche Aspekt war uns ein besonderes Anliegen.» Daneben sei es spannend gewesen, wie aus den anfangs langen Geschichten der Kinder nach und nach druckreife Zeilen entstanden seien. «Am Anfang standen die Kinder vor leeren, einzelnen Blättern - es war faszinierend zu sehen, wie daraus im Laufe der Zeit ein kleines Buch wurde.» Über einen Zeitraum von gut zehn Wochen habe sich die Gruppe jeden Donnerstag für zwei Stunden getroffen und gemeinsam an den Büchern gearbeitet. «Vielleicht schenke ich mein Buch meiner Mutter - die hat bald Geburtstag», sagt Sophia und verklebt den Einband mit den gebundenen Blättern. Die Ausrüstung der kleinen Druckerei konnte mit Unterstützung der IKEA-Stiftung angeschafft werden. Insgesamt seien für die vier Setzkästen samt Zubehör Kosten von rund 1000 Euro entstanden, sagt Frau Driessen. «Wir sind für diese Hilfe sehr dankbar, denn mit diesem Projekt konnten wir auch auf die Arbeit der Bibliothek aufmerksam machen», sagt sie. Seit fast drei Jahren unterstützt der Verein Lese-Zeichen die Stadtteilbücherei Bockenheim. Gegründet wurde der Verein, als die Stadt plante, diese Einrichtung zu schließen. Rund 100 Ehrenamtliche helfen nun der Stadtteilbücherei bei der Arbeit und sichern so regelmäßige Öffnungszeiten. «Bis jetzt haben wir zirka 2500 Stunden Arbeit geleistet», teilt Frau Driessen mit. Außer der ehrenamtlichen Hilfe hat sich der Verein weiterhin in einer Public-Private Partnerschaft mit der Stadt dazu verpflichtet, jährlich 1000 Euro für neue Medien zu beschaffen. Im Gegenzug werden die laufenden Kosten für die Räume in der Kurfürstenstraße sowie eine Bibliothekarsstelle von der Stadt getragen. Außerdem unterstützt der Verein Veranstaltungen der Bücherei und organisiert eigene. Informationen gibt es im Internet unter der Adresse: http://www.lese-zeichen-bockenheim.de. (bkl) |
| (Frankfurter Neue Presse, Donnerstag 24. Februar 2006,
Link zur Frankfurter Neuen Presse) |
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| Bücherei startet Sprach-Projekt |
| Bockenheim: Vorlesestunde international |
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[FNP 4.7.05] Bockenheim. Frankfurt ist eine internationale Stadt. Damit die Kommunikation ihrer Einwohner unterschiedlichster Muttersprachen untereinander auch klappt, werden Sprachkurse organisiert. Besonders Kinder haben es dann in der Schule leichter. Doch sie sollen trotzdem den Kontakt zu ihrer eigentlichen Muttersprache halten und auch einmal abseits des Elternhauses in ihrer Landessprache kommunizieren. Deshalb hatte die Stadtteilbibliothek für Samstag unter dem Motto «Viele Sprachen - viele Bücher» zu einem Nachmittag für Lese-Minis ab vier Jahren in den Bücherei-Hof eingeladen. Dabei lasen Vorleserinnen aus vier europäischen Ländern innerhalb des 2. Frankfurter Freiwilligentages aus Bilderbüchern in ihrer jeweiligen Muttersprache. Und so konnten die Kleinen den erzählten Bildgeschichten in englischer, türkischer, spanischer und polnischer Sprache lauschen. Maria Tepper vom Zentrum Familie des Hauses der Volksarbeit fördert die Binationalität vieler Frankfurter Mädchen und Jungen und sorgt unter anderem durch die Einrichtung von mehrsprachigen Eltern-Kindgruppen nicht nur für die Unterstützung der Familiensprache, sondern fördert darüber hinaus auch die Mehrsprachigkeit. «Das ist für jeden eine große Ressource», erklärt Frau Tepper und nicht zuletzt bei einer späteren Berufsausbildung der Kinder sei Mehrsprachigkeit als Faustpfand nicht zu unterschätzen. Dass damit besonders bei den Kindern angefangen werden sollte, liegt für Maria Tepper auf der Hand, «denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es für Kinder leichter ist und sie mehr Sprache aufnehmen können, je jünger sie sind». Selbstverständlich stehe dabei auch die «individuelle Fähigkeit eines jeden Kindes im Vordergrund». Der Lese-Nachmittag am Samstag wurde «von den Leuten und besonders den Kindern gut angenommen», zog Maria Tepper, die seit drei Jahren für das Zentrum Familie tätig ist, ein positives Fazit. Und dies sei auch sehr wichtig, «denn schließlich ist der Kindernachmittag ja eine Art Auftaktveranstaltung». Vom 27. September an werden wöchentlich im Wechsel Kinderbücher in Spanisch, Italienisch, Russisch und Türkisch vorgelesen, so dass jede dieser Sprachen einmal im Monat bei einer Kinderlesung vertreten ist. Die Bockenheimer Bibliothek wird dafür erneut die Räume in der Kurfürstenstraße 18 zur Verfügung stellen. «Denn eine solche Veranstaltung für Kinder ist leichter annehmbar in Räumen, die dazu auch passen», meint Ingrid Sommer, Bibliothekarin in der Bücherei. «Und wo passt eine Lesung besser hin als zu uns?» Die von September an immer wöchentlich dienstags zwischen 15 und 16 Uhr stattfindenden Lesungen werden von der Stadtteilbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Lese-Zeichen Bockenheim veranstaltet. Es handelt sich dabei um den Förderverein für die ehemalige Stadtteilbücherei in Bockenheim, die im November 2004 - wie viele andere im Stadtgebiet schon zuvor - geschlossen werden sollte. «Mit viel Engagement sowie großer Aufbau- und Überzeugungsarbeit haben wir es geschafft, die Bibliothek in Bockenheim zu behalten», berichtet Anne Driessen vom Lese-Zeichen Bockenheim. Und dieser trägt mittlerweile in Kooperation mit der Stadt Frankfurt die finanzielle Verantwortung und zeichnet ehrenamtlich für die Geschicke der Bibliothek verantwortlich. Zum Ziel haben es sich das Zentrum Familie, die Bücherei und der Verein gesetzt, durch das regelmäßige Vorlesen von Kinderbüchern in verschiedenen Sprachen große Aufmerksamkeit zu erregen. Und dass es «von Kindergruppen und -gärten aufgenommen wird, denn auch für diese ist unser Projekt denkbar und sinnvoll», so Maria Tepper. (tok) |
| (Frankfurter Neue Presse, Montag 4. Juli 2005, Link zur Frankfurter Neuen Presse) |
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| Bockenheim-Bibliothek |
| Steigende Besucherzahlen in der Bücherei |
Bockenheim 3. April 2005 PJOW Nach den ersten hundert Tagen, die sie mittlerweile in Betrieb ist, zieht die Bockenheim-Bibliothek, Kurfürstenstraße 18, eine positive Bilanz. Nachdem die Bibliothek im vergangenen Jahr beinahe Einsparungen zum Opfer gefallen wäre, wird sie seit Ende 2004 in Form einer sogenannten Public-Private-Partnership betrieben: Die Stadtbücherei Frankfurt und der Förderverein Lese-Zeichen betreiben die Bibliozhek gemeinsam. Steigende Besucherzahlen beweisen nun, dass sich das Engagement um den Erhalt der Biblothek gelohnt hat. Wer sich für die Arbeit von Lese-Zeichen interessiert, kann sich an Anne Driessen wenden, ... |
| (Frankfurter Rundschau, Montag 4. April 2005 | S) |
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| Lese-Zeichen und Stadt sind stolz auf Bibliothek |
| Bildungsdezernentin Ebeling lobt bei der Wiedereröffnung in Bockenheim den Verein / Kooperation lässt die Kosten deutlich sinken |
| Von Felix Helbig |
| Mit viel Lob an den Verein Lese-Zeichen hat Stadträtin Jutta Ebeling (Grüne) am Dienstag die neue Bockenheim-Bibliothek in der Kurfürstenstrasse 18 eröffnet. Gemeinsam hätten Stadt und Verein, "den Mut und die Ausdauer gehabt, dieses Projekt erfolgreich durchzuziehen." |
| BOCKENHEIM 2. NOVEMBER. Manch "schlaflose Nacht" habe sie
hinter sich gebracht, gestand die Grünen-Stadträtin gleich zu
Beginn der Eröffnung. Nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung
vor über einem Jahr, die Bockenheimer Stadtteilbibliothek aus
Kostengründen zu schliessen, sei "heftig diskutiert" worden.
Dabei sei der Verein zunächst als "Verhinderer" des Beschlusses
aufgetreten, so Ebeling. "Dann aber haben Felicitas Wagner und Anne
Driessen frühzeitig begonnen, an einer Lösung mitzuarbeiten.".
Das Ergebnis sei "ein richtig schöner Ort", sagte Ebeling. Es habe sich gelohnt, in den Fraktionen im Römer " Widerstände zu überwinden" und nicht zuletzt "den Kämmerer zu überzeugen". Die alte Stadtteilbibliothek habe jährlich rund 340.000 Euro für Miete und Gehälter verschlungen. In der neuen Bibliothek, die als so genannte "Public-Private-Partnership" von Stadt und Verein gemeinsam getragen wird, seien es gerade einmal noch 80.000 Euro. Dafür muss die neue Bockenheim-Bibliothek aber auch auf zwei Drittel des alten Bestands verzichten, zudem steht nur noch eine städtische Vollzeitstelle zur Verfügung. Das " Hau-Ruck-Verfahren" mit dem die Wiedereröffnung auch von ihrer Seite betrieben worden sei, habe auch Probleme gebracht, sagte die Dezernentin. So konnte das EDV-System für die Ausleihe noch nicht angeschlossen werden, derzeit müssen die Mitarbeiterinnen der Bücherei ausgeliehene Bücher noch von Hand eintragen. Schuld daran trage aber die Telekom, "die das nicht so schnell hinbekommen hat". Anne Driessen, die neben Felicitas Wagner den Vorstand von "Lese-Zeichen" bildet, zeigte sich erstaunt, ob der vielen Gäste zur Eröffnung. "Ich habe noch nie so viele Politiker in einer Stadtteilbibliothek gesehen", sagte sie. Neben dem schulpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Römer, Jürgen Hupe, und dem CDU-Landtagsabgeordneten Ulrich Caspar waren Stadtverordnete und Ortsbeiräte zur Eröffnung gekommen. Driessen lobte die "breite Unterstützung im Stadtteil", die den Verein zu diesem "unglaublichen Kraftakt" der Eröffnung einer neuen Bibliothek motiviert habe. Zwar seien politische Entscheidungen nicht immer leicht nachzuvollziehen, spielte sie auf den Schließungsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung an, "aber man muss diese Entscheidung ja auch nicht unwidersprochen hinnehmen". Der Bockenheimer Ortsvorsteher Walter Bromba (Grüne) versprach unterdessen, in sieben Jahren ebenfalls als "aktiver Helfer in der Bücherei zur Verfügung zu stehen". Dann beginnt nämlich mein Ruhestand. DIE NEUE BOCKENHEIM-BIBLIOTHEK in der Kurfürstenstraße 18H hat ab sofort dienstags von 13 bis 19 Uhr, sowie mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Samstag, 6. November, gibt es ab 14 Uhr ein großes Eröffnungsfest in den neuen Räumen. |
| (Frankfurter Rundschau, Mittwoch, 3. November 2004 | Nr. 257 | S) |
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| Im Zeichen des Lese-Zeichens |
| Wiedereröffnung der Bockenheimer Stadtbücherei |
| BOCKENHEIM (mm) "Vor über einem Jahr hatten wir Sie erstmals, und seither gelegentlich immer wieder angesprochen, durch Ihre Spende zum Erhalt unserer Bockenheimer Stadtbücherei beizutragen.", so die 1. Vorsitzende des Vereins "Lese-Zeichen Bockenheim", Felicitas Wagner in einem Einladungsschreiben zur Wiedereröffnung der neuen Bockenheimer Stadtbücherei an Förderer, Bekannte und Sponsoren. Felicitas Wagner blickte in diesem Schreiben berechtigt auf eine harte Zeit der Auseinandersetzung mit der Stadt Frankfurt zurück. Im Jahre 2003 hatte die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt, zuletzt im Oktober 2003, entschieden, die Bockenheimer Stadtbibliothek aus Kostengründen zu schließen. Die Mitglieder von "Lese-Zeichen Bockenheim" ließen nicht locker und kämpften weiter für diese wichtige Bildungseinrichtung. Dass es ausgerechnet die Kulturdezernentin Jutta Ebeling war, aus deren Büro das Konzept kam, diese Bibliothek, im Rahmen der notwendigen Kosteneinsparungen der überschuldeten Stadt Frankfurt neben weiteren zu schließen, wurde von der 1. Vorsitzenden in der Einladung zu diesem tollen Ereignis nicht erwähnt. Sicher auch deshalb, weil Ebeling sich angesagt hatte, um während der Eröffnungsfeier in der Kurfürstenstraße 18 HH fröhlich in die Kameras lachend, der Eigeninitiative ihren Segen zu geben. So ist man erneut von Seiten der Verantwortlichen im Römer fein raus. Friede, Freude, Lesezauber! Aber sehen wir es positiv. Was "Lese-Zeichen Bockenheim" für den ohnehin stark unter einer strukturellen Krise leidenden Stadtteil getan hat, ist mindestens einen Ehrenbrief wert, das dürfte unumstritten sein. War ja mit den Ehrenbriefen der Stadt in letzter Zeit auch nicht immer so. Sei's drum: Die Mitglieder von "Lese-Zeichen Bockenheim" machen auch keinesfalls den Eindruck, als ginge es ihnen ums Image. Sie haben in harter Arbeit und durch Unterstützung von Institutionen und Vereinen aus anderen Stadtteilen in einer immer kulturfeindlicheren Umgebung etwas erreicht, vor dem man nur den Hut ziehen kann. Während sich an Plakatwänden die Dummheit breit macht, auf denen zu lesen steht: "Liest du noch, oder weißt Du schon?" hat sich "Lese-Zeichen Bockenheim" für das stark gemacht, ohne das eine Gesellschaft nicht existieren kann. Jetzt hat Bockenheim mit seinen 30.000 Einwohnern wieder seine ganz persönliche Stadtbibliothek. Der Verein hat im Rahmen seiner Möglichkeiten durch ehrenamtliche Tätigkeit den Fortbestand zu sichern angeboten. Und die Stadt Frankfurt hat mit dessen Mithilfe im Mai dieses Jahres angenommen, nachdem man neue, kleinere und preiswertere Räume gefunden hatte. Die neue Stadtbücherei wurde am Dienstag, dem 2. November eröffnet. Am Samstag, dem 6. November stellte der Verein "Lese-Zeichen Bockenheim" im Rahmen eines Eröffnungsfestes die neue Bücherei am neuen Standort der Bockenheimer Bevölkerung vor. Die öffnungszeiten der "BockenheimBibliothek" sind ab sofort dienstags von 13 bis 19 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr. |
| (Frankfurter Woche von Michael Mendetzki) |
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| Stadträtin Jutta Ebeling durchschneidet mit Anne Driessen das Band zur Eröffnung der Bibliothek - dabei sind Felicitas Wagner (li.) und die Politiker (im Hintergrund) schon drinnen. |
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| Willkommen in der neuen Bücherei |
| Von Stefanie Wehr |
| Bockenheim. Bürgerengagement kann sich durchaus lohnen - wie sich am Beispiel der Bibliothek in Bockenheim zeigt. Ohne die Bürgerinitiative oder den Verein "Lese-Zeichen" wäre die Bockenheimer Stadtteilbibliothek längst Geschichte. Dank des Einsatzes aber von mehr als 100 Bockenheimer Bürgern, die sich im Juni 2003 zum Verein zusammenschlossen, konnte sie gestern im Hof der Kurfürstenstraße 18, neu eröffnen.
Dank auch der Stadt, die sich auf ein "mutiges Projekt" eingelassen hat, wie Schul - und Bildungsdezernentin Jutta Ebeling auf der Eröffnungsfeier betonte. Ein solches Public -Private-Partnership-Modell gab es für diese Form in Frankfurt bisher nicht. "Hier treffen zwei verschiedene Kulturen aufeinander. Das am Anfang nicht alles reibungslos funktionieren wird muss klar sein, aber wir geben uns Mühe", sagte Frau Ebeling. Sie freue sich über die deutliche Kosteneinsparung für die Stadt: Mussten in der alten Bibliothek jährlich 340 000 Euro für Miete und Personalkosten ausgegeben werden, sind es jetzt nur noch 80 000 Euro. Diese reichen für eine feste Stelle und 220 Quadratmeter Bücher- und Bürofläche. Vorher waren es 750 Quadratmeter auf zwei Stockwerken. Auf drei Köpfe wird auch die gerettete Stelle aufgeteilt: Ingrid Sommer, die alte und neue Leiterein der Stadtteilbibliothek übernimmt eine halbe, zwei Assistentinnen übernehmen jeweils eine Viertelstelle. Die restliche Arbeit erledigen ehrenamtlich die Mitarbeiter des Vereins Lese-Zeichen. Und das ist nicht wenig, wie die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Anne Driessen-Seiwert, schon jetzt mitbekommen hat. "Die letzten Wochen waren schrecklich", gibt sie zu. Bis so ein Buch soweit ist, dass es ausgeliehen werden kann, muss unendlich viel gemacht werden. Das war den sechs ehrenamtlichen Bibliothekaren nicht klar - bis zu ihrer Schulung in Recherche, Ausleihe und anderen Bestandteilen des Bibliothekswesens, die von der Stadt finanziert wurde. Denn: Die Stadtteilbibliothek ist in das System aller Stadtbibliotheken eingebunden. Wer ein Buch leihen will, kann übers Internet den Katalog durchstöbern und sämtliche Bücher im System bei seiner Stadtteilbibliothek ausleihen. Wenn sie dort nicht im Bestand sind, können sie bis zum nächsten Tag bestellt werden, bis der Bücherbus sie bei der jeweiligen Bibliothek geholt hat. Noch dazu ist eine Panne passiert: Die Bibliothek ist zwar offiziell eröffnet, doch das Computersystem funktioniert noch nicht. Daran ist die Telekom schuld. "Wir hoffen, dass in drei Wochen die EDV läuft". Bis dahin müssen alle Vorgänge per Hand abgefertigt und noch dazu später wieder ins System eingegeben werden. "Wir müssen es mit Fassung tragen", sagt Birgit Lotz, Leiterin der Abteilung Dezentrale Bibliotheken bei der Stadtbücherei. Wegen der fehlenden EDV können in Bockenheim noch keine neuen Ausweise erstellt werden. "Das tut uns besonders leid", bedauert Birgit Lotz. Wer noch einen Ausweis hatte, konnte gestern ab 13 Uhr ausleihen. Prompt standen schon Kunden vor der Tür, ein Schüler lieh das erste Buch in der neuen Bibliothek aus. "So ein junger Hipp-Hopper, der wollte die "Geschichte der Germanen" lesen -ist doch toll", sagte eine der neuen "Bibliothekarinnen": Die Bibliothek sei ja gerade für junge Menschen da, die es sich nicht leisten können, ständig Bücher zu kaufen. Aus diesem Grund sind zwei Drittel der Bücher, die von der alten in die neue Bibliothek gewandert sind, für Kinder und Jugendliche. Getrennt hat man sich von vielen Sachbüchern und Nachschlagewerken. Für die Erwachsenen sind trotzdem jede Menge Krimis, Romane, Ratgeber und Reiseliteratur dabei geblieben. Die Stadtteilbibliothek in der Kurfürstenstraße ist dienstags von 13 bis 19 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. |
| (Frankfurter Neue Presse 3. Nov. 2004) |